Gestern nachmittag haben wir abgelegt, sind südlich um Antigua herum, dann an Barbuda vorbei, und eine gute Stunde später war die letzte Spur von Land verschwunden. Unser Kurs ist "nördliche Richtung", wie erwartet, der Wind kommt mit 16kn aus ~40°, auch wie erwartet, unsere Geschwindigkeit ist aber nur knapp 8kn, weniger als erwartet. Die Rhea scheint zumindest für diese hart-am-Wind Situation langsamer als erwartet. Wir werden sehen.
Die Wellen sind niedrig, und Rhea geht klaglos hindurch, sehr stabile Lage, nur geringe Bewegungen; man wird sanft in den Schlaf gewiegt. Es ist eben ein recht großes Boot.
So komfortabel habe ich noch nie die Nacht in einem sich bewegenden Boot verbracht! Eine ganze Kajüte für mich allein, mit einem fast schon riesigen Bett. Und dazu kommt noch ein eigenes Badezimmer mit Dusche, Toilette, Waschbecken. Soviel Luxus! Nach einem Seefahrer "Bering" ist meine Kabine benannt.
Das große Bett ist aber nicht ohne Probleme. Meine Kabine ist auf Steuerbord, der Wind kommt von Steuerbord, und so würde ich eigentlich ständig aus dem Bett kullern. Ich hab aber heute Nacht quer im Bett geschlafen, mit dem Kopf zur Aussenwand. Dadurch lag der Kopf wegen der Schräglage ein Viertelmeter höher als die Füße, und die Füße ragen aus dem Bett heraus. Habe gut geschlafen.
Jede Kabine ist klimatisiert. Die Anlage ist viel leiser als die im Hotel!
Um 4h bin ich raus, um an der Wache teilzunehmen. Da war aber nichts zu tun. Das Boot läuft auf Autopilot, und der macht es bei Normalbedingungen ohnehin besser, als ein Mensch es kann. Dafür gab es einen guten Blick auf einen feurigen Sonnenaufgang; sehr häufig sieht man den auch nicht.
Das Essen ist bisher sehr gut.
2 Kommentare:
Wir freuen uns zu hören, dass ihr gut gestartet seid und du einen tollen Sonnenaufgang gesehen hast. Weiterhin gute Querlage in deinem Superbett und gutes Weitersegeln! Viele Grüße R&M&K&A
Klingt gut! Schöne Kabine mit niedlichem Fenster! Was wünscht man denn einem Seefahrer, wenn nicht immer eine handbreit Wasser unterm Kiel? Sy
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